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temAmorph
Musik für Altflöte, Posaune, Frauenstimme, Schlagzeug und Violoncello

(ca. 11 Min.; komp. & UA: 1996)
(Schl.: gr.Tr., gr.Becken, kl.Becken, Conga, 7 Klanghölzer, Crotales)


Matthias Lorenz gewidmet

Einführung:


Das Stück ist eine Arbeit, die parallel zu einem Response-Projekt an zwei Frankfurter Schulen zusammen mit Matthias Lorenz entstanden ist, bei dem wir nach dem Stück temA von Helmut Lachenmann arbeiteten. Es ist eine mögliche Ausführung unserer Abschlußaufgabe für die beiden Klassen.
Die fünf Stimmen werden zwar zeitlich genau koordiniert, jedoch hat jede Stimme die Möglichkeit an fünf verschiedenen Punkten mit seiner Stimme zu beginnen. Dadurch daß diese Einsatzpunkte asymetrisch über die Stimme verteilt sind, gibt es keine gleichen oder ähnlichen Versionen. Für mich ging es dabei um die Frage, das Prinzip der Unvorhersehbarkeit der Suksession von Lachenmanns Stück als formales Prinzip zu rekonstruieren, und damit das Prinzip Entwicklung zu dekonstruieren. Daher setzt der „Kanon“, quasi in einer anderen Sprache, ein zweites Mal ein.
Die Stimmen selbst sind aus ähnlichen Bestandteilen gebaut, die allerdings sehr speziell auf die Möglichkeiten der einzelnen Instrumente zugeschnitten sind. Diese Bestandteile sind in einer Art Tunnelsicht durch Lachenmanns temA entstanden, in dem das, was zeitlich sukzessiv angeordnet ist, gleichzeitig erscheint.



Aufführungen


Uraufführung:
25. Juni 1996: Wöhler-Schule Frankfurt am Main; Barbara Weber - Afl,
Norbert Hardegen - Pos, Renate Wicke - Stimme, Martin Sachs - Schl,
Matthias Lorenz - Vc

weitere Aufführungen:
4. Juli 1996: Sendesaal des Hessischen Rundfunks, Frankfurt am Main; Ensemble s.o.

Mitschnitt:
4.Juli 1996: s.o. Hessischer Rundfunk


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